Urknall verschoben

Verfasst von vor 3 Jahre, 4 Monatn am 22. September 2008 und abgelegt unter Allgemeines. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Der weltweit größte Teilchenbeschleuniger des Atomforschungszentrums CERN musste nach nur zehn Tagen Betrieb wieder abgeschaltet werden. Als Grund gab ein Sprecher vom CERN an, dass die Magneten im LHC (Large Hadron Collider) überhitzt seien. Die Reparatur legt den Betrieb für mindestens zwei Monate lahm.

Am 10. September um 9 Uhr nahm der weltweit größte Teilchenbeschleuniger bei Genf seinen Betrieb auf. Die Forscher wollen mit dem Experiment den Urknall simulieren. Sie erhoffen sich Erkenntnisse über die Entstehung des Universums. Mehr als 50 Meter unter der Erde wollen die Wissenschaftler Elementarteilchen fast mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander schießen und dabei eine Glut entstehen lassen, wie sie unmittelbar nach dem Urknall herrschte, also bei der Geburt des Universums. Zunächst werden die Protonenstrahlen aber in einer Richtung durch den auf minus 271 Grad herunter gekühlten Beschleuniger geschickt. Kollisionen wird es erst geben, wenn die Anlage stabil läuft. Sobald die Teilchen aufeinander stoßen, wird kurzzeitig eine Temperatur erreicht, die 100.000-mal so heiß ist wie im Inneren der Sonne. Dieser kurze Moment soll den Urknall simulieren – die Entstehung des Weltalls.

Kritiker fürchten, dass mit diesem Experiment „schwarze Löcher” entstehen und die ganze Welt zerstören könnten. Diese Annahme konnte jedoch nicht bestätigt werden

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