Wenn ich tot bin, werde ich ein Diamant

Verfasst von vor 3 Jahre, 3 Monatn am 27. Oktober 2008 und abgelegt unter Allgemeines. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Immer mehr Menschen planen ihr Leben nach dem Tod. Soll es eine konventionelle Beerdigung im Sarg geben oder lieber doch eine Einäscherung mit Urnenbestattung? Ins Meer oder vom Gipfel gestreut zu werden, klingt auch schön.
Aber wer wirklich etwas auf sich hält, wird ein Diamant!

Die findigen Schweizer Veit Brimer (38) und Rinaldo Willy (24) hatten die Idee sowie das Wissen über Physik, Chemie und die Beschaffenheit des menschlichen Körpers. Was die Natur kann, können wir doch auch.

In durchschnittlich zwei Kilo Kremationsasche befinden sich zirka 30 Prozent Kohlenstoff. Ein spezielles Trennungsverfahren löst den Kohlenstoff aus der Asche. Die Entstehung eines Diamanten benötigt den enormen Druck von 50.000 bis 60.000 Bar und eine Temperatur von 1.500 bis 1.700 Grad Celsius. Dann nämlich beginnt sich das Karbon zu verflüssigen und seinen atomaren Aufbau zu verändern.

Etwa vier bis acht Wochen benötigen die ursprünglich hexagonalen Kristalle, um zu oktogonalen Diamantkristallen zu wachsen. Es entsteht ein Diamant mit einem Durchmesser von bis zu sechs Millimetern. Ein Ein-Karäter in der Größe einer Erbse. Der richtige Schliff verpasst dem in vielerlei Hinsicht wertvollen Stein sein edles Aussehen.

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