Die „Pille danach“! Jens Spahn: Zum Geburtstag gab es böse Twitter-Attacken!

Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn (33) hat sich seinen Geburtstag sicher anders vorgestellt. Statt Glückwünschte hagelte es gestern Hohn und böse Nachrichten über Twitter.

Grund für den Twitter-Shitstorm gegen den CDU-Politiker: Spahn hat sich gegen die frei verkäufliche „Pille danach“ und für eine weiter bestehende Rezeptpflicht ausgesprochen.
Damit bleibt Deutschland eins von drei Ländern in der Europäischen Union, wo das Medikament nur mit Rezept gekauft werden kann. In 79 Ländern weltweit ist die „Pille danach“ (ein Medikament, das den Eisprung verzögert oder unterdrückt) schon frei verkäuflich.

Spahns Begründung: „Solche Pillen sind schließlich keine Smarties.“

Ein Vorfall im Dezember hatte die Debatte um die „Pille danach“ neu entfacht. Einem 15-jährigen Vergewaltigungsopfer wurde von zwei katholischen Kliniken die Aufnahme und Untersuchung verweigert. Grund: Aus Angst, gegen die Regeln der katholischen Kirche zu verstoßen. Bei der Untersuchung hätten sie auf die „Pille danach“ hinweisen müssen.

Die Kirche, insbesondere Martin Lohmann (Chefredakteur des katholischen Privatsenders „K-TV“), argumentiert diesen Vorfall wie folgt: „Die Lehre, dass man nicht töten darf, gilt immer.“

Das heißt: Für Mädchen und Frauen gibt es keine „Pille danach“  – nicht einmal im Fall einer Vergewaltigung!

Foto(s): Wikipedia/ Stephan Baumann

Ähnliche Artikel

Schreiben Sie einen Kommentar