Kinderporno-Prozess: Edathy muss vor Gericht

Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy kommt um einen Prozess nicht herum. Das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen, lehnte die Staatsanwaltschaft Hannover ab, wie das zuständige Landgericht Verden jetzt mitteilte.

Der Vorwurf: Edathy soll zwischen November 2013 und Februar 2014 in sieben Fällen mit seinem Dienstlaptop kinderpornografisches Material heruntergeladen haben.
Edathys Namen tauchte auf der Kundenliste einer kanadischen Firma auf, die Kinderpornos verkauft hat. So wurden die Ermittler auf Edathy aufmerksam.

Vor dem Gericht geht es vornehmlich um die Frage, inwiefern Edathy bereit ist, zuzugeben, dass er sich illegales Bild- und Videomaterial von Kindern und Jugendlichen über das Internet beschafft hatte.

Edathy droht bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Zweites scheint wahrscheinlicher, weil es sich „um vergleichsweise wenige Taten mit einer noch begrenzten Anzahl an Zugriffen“ handele.

Prozessbeginn ist am 23. Februar in Verden.

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